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Stefan Ottersbach

Stefan Ottersbach, geboren 1966 in Köln, studierte in Köln, Bern, Düsseldorf, München und Stuttgart Violine, Kammermusik und Dirigieren bei Max Rostal, Gottfried Schneider, dem Amadeus-Quartett und Kerry W. Taliaferro. Zum Abschluss seines Studiums erlangte er das Meisterklassendiplom der Hochschule für Musik in München. In der Folgezeit erhielt er wesentliche Impulse durch Meisterkurse, Assistenzen und Hospitanzen u.a. bei Sylvain Cambreling, Sergiu Celibidache und Horst Neumann.


Seine berufliche Laufbahn begann er als Stimmführer der 2. Violinen im Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm. Es folgten Gastverträge als 1. Konzertmeister beim Stadtorchester Winterthur sowie als Stimmführer der 2. Violinen beim Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks Leipzig. Daneben war er über viele Jahre hinweg Primarius des Pegasos-Quartetts Stuttgart, das sich verstärkt um die Repertoirepflege der sogenannten "Entarteten Musik" verdient machte. 1994 wurde er mit seinem Quartett für verschiedene Konzerte, u.a. im Bartok-Haus in Budapest, und Rundfunkaufnahmen vom Ungarischen Komponistenverband eingeladen. Eine CD-Produktion mit Werken von Schulhoff, Ullmann und Krasa erschien 1995. In dieser Zeit begann Ottersbach seine dirigentische Laufbahn, mit der Folge, dass er schon 1996 die musikalische Leitung der Südwestdeutschen Sinfonietta Stuttgart übernahm.


Nach einem Engagement (1996-99) als musikalischer Leiter des Heidenheimer Freilichttheaters wurde Ottersbach 1999 zum 1. Kapellmeister beim Loh-Orchester Sondershausen / Theater Nordhausen berufen. Dort debütierte er mit dem ROSENKAVALIER und erhielt schon in seiner ersten Spielzeit u.a. die musikalische Einstudierung der FLORENTINISCHEN TRAGÖDIE von Zemlinsky. Wesentliche eigene Produktionen waren die deutschen Erstaufführungen von Coplands THE TENDER LAND und Rodriguez’ FRIDA sowie in Kombination Iberts ANGELIQUE (als CD 2003 bei AMU-Records erschienen) und Mascagnis CAVALLERIA RUSTICANA.


Neben diversen Operetten- und Musical-Einstudierungen übernahm er alle weiteren Stücke wie z.B. HOLLÄNDER, OTHELLO, NABUCCO, MACBETH, AIDA.


Im Konzertbereich konnte er sich durch zahlreiche Konzerte mit dem Loh-Orchester Sondershausen ein umfangreiches Repertoire aufbauen.


In den letzten Jahren dirigierte Stefan Ottersbach als Gast u.a. die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, das Osnabrücker Sinfonieorchester, das Preußische Kammerorchester Prenzlau, das Philharmonische Orchester Ulm sowie das Erzgebirgische Sinfonieorchester.


Im Herbst 2003 führte er im Rahmen einer Italien-Tournee mit den Civici Cori di Milano und dem Orchester Göttinger Musikfreunde das Deutsche Requiem von Johannes Brahms auf. Im Anschluss an diese Tournee ernannte das OGM ihn einstimmig zu seinem neuen Chefdirigenten.


Im Frühjahr 2004 leitete Ottersbach die Uraufführung von Ludger Vollmers Oper "Paul und Paula" am Theater Nordhausen.


2005 wurde Stefan Ottersbach als Universitätsmusikdirektor an die Justus-Liebig-Universität Gießen berufen.


Im April 2006 übernahm er einen Lehrauftrag für Orchesterleitung an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe.


Von der Winterspielzeit 2007 bis zur Winterspielzeit 2011/2012 dirigierte Stefan Ottersbach das Sinfonieorchester TonArt Heidelberg e.V.


Seit Dezember 2008 ist er darüber hinaus Chefdirigent der Frankfurter Sinfoniker.



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